Gedanken zu

03.05.2019 • 15:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feiertagsfragen

Die beiden Spitzenkandidaten der SPÖ zur Europawahl am 26. Mai, Andreas Schieder und Evelyn Regner, fordern den 9. Mai (Europatag) bzw. den 8. März (Internationaler Frauentag) als zusätzliche Feiertage. Sie erhoffen sich daraus mehr Bewusstsein und Einsatz für die Einheit Europas bzw. die Gleichstellung von Mann und Frau. Das ist nachvollziehbar und im Hinblick auf die Bedeutung der beiden Fragen wohl einen Versuch wert. Schieder meint auch, die zusätzliche Belastung sei den Unternehmen wegen der stark gestiegenen Produktivität zumutbar. Selbst wenn dem so wäre, würde ich einen allgemein gültigen Mindestlohn für das wichtigere Anliegen halten. Für die beiden neuen Feiertage müssten somit zwei bisherige abgeschafft werden, wofür der 26. Oktober und der 1. Mai besonders geeignet wären. Sowohl der Nationalfeiertag als auch der Tag der Arbeit sind überwiegend rückwärtsgerichtet und im allgemeinen Bewusstsein nicht (mehr) verankert. Das Vorantreiben der Einigung mit dem Fernziel einer europäischen Republik und die Beseitigung der noch bestehenden Benachteiligungen für Frauen hingegen wären echte Zukunftsthemen!

Wolfram Walch, Feldkirch