Rhesi-Information

03.05.2019 • 15:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

in Meiningen

Widerspruch zum Leserbrief Bernhard Sieber vom 29. 4. 2019 „Kleinstregionales“. Tatsache ist, dass der Verein RheSiNat mit Fakten aufzeigte, dass der Rhein nicht bei Flusskilometer 91, sondern bei Flusskilometer 94,45 in den Bodensee mündet, die Vorstreckung und der Bodensee nicht im Hochwasserschutzprojekt Rhesi berücksichtigt werden.

Jede Hochwassersituation entsteht generell bei der Mündung eines Flusses, speziell in unserem Falle steht dem Rhein als Zubringer von ca. 4300 m3/s ein Ablauf von nur 1300 m3/s gegenüber. Durch die von Rhesi geplante generelle Aufweitung des Rheins wird dieser funktionierende Wildbach zu einem permanenten Pflegefall. Wir weisen darauf hin, dass der Überflutungs-Checker falsche Angaben auswirft, dass der Ehbachverschluss bei der Ehbachbrücke die bessere Variante ist, dass mit Aufweitungen innerhalb der bestehenden Hochwasserdämme wie in Chur-Felsberg, die Flussströmung ohne Hindernisse erhalten bleibt, die geforderte ökologische Verbesserung erreicht wird, dass das, was Rhesi plant, wir schon vor 1954 hatten, denn lt. Homepage der IRR: „Aufgrund der zu groß gewählten Breite des Mittelgerinnes bei den bisherigen Regulierungsmaßnahmen kam es zur Aufschotterung und somit zur Sohlenhebung im Rhein“. Aus unserer Sicht haben wir es daher bei dem im September 2018 vorgestellten generellen Rhesi-Projekt mit einer dramatischen Fehlplanung zu tun und nicht mit einer Verbesserung der Hochwassersicherung.

Irmgard & Werner Perfler, Koblach