Quartiers-
entwicklung?

05.05.2019 • 15:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich muss zugeben, dass mich die sogenannte Quartiersentwicklung Leutbühel mit Wut erfüllt. Wut darüber, dass allen Bemühungen, diesen grässlichen Belag zu verhindern, von der Stadtvertretung und ihrem Oberhaupt keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Dass die Leitungsarbeiten darunter schon längst überfällig waren, steht dabei außer Frage! Das altstädtische Ambiente der Kirchstraße hätte aber (wie im oberen Teil) durch eine Überarbeitung des bestehenden Pflasterbelags erhalten bleiben können. Mit einem sehnsuchtsvollen Blick nach Hohenems erkennt man den Charme solcher Bemühungen! In baulichen Angelegenheiten (GWL) scheinen die Verantwortlichen in Bregenz aber traditionsgemäß unsensibel vorzugehen.

Dieser Belag und die begleitenden Maßnahmen, wie die Überdachung beim GWL und Verlegung der diesen Klotz kaschierenden Bäume vor die baulich interessanteren Fassaden gegenüber, stellen zusammen mit den Wartebänkchen (auf Godot oder das Fluher Büssle?) keine Quartiersentwicklung dar, sondern bedienen höchstens die Bedürfnisse einer Gastronomenfamilie und eines Bekleidungsgeschäftes. Die Römerstraße wird trotzdem nicht zum Verweilen oder Flanieren einladen, zumindest mich und eine große Anzahl meiner Bekannten auch nicht. Wenn die Maurachgasse diesen Belag auch noch bekommt, der in Konkurrenz zu den Hausfassaden steht, weiß ich endgültig, von Schildbürgern regiert zu werden. Ich möchte deshalb alle Gleichgesinnten aufrufen, dieser Fehlentwicklung am 11. Mai fernzubleiben! Ich habe nichts zu feiern.

Thomas Ruez, Bregenz