38.000 m2 Grünland für Plastik

06.05.2019 • 16:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sollen wir 38.000 m2 Grünland opfern, um noch mehr im Plastik zu ersticken? In einer TV-Sendung wird berichtet, wie Plastik und Mikro-
plastik unsere Gesundheit bedroht, die Meere verschmutzt, den Ackerboden verseucht und letztlich in unserer (!) Nahrungskette landet. „Plastikflut“: Die Welt erstickt demnach in Millionen Tonnen von Plastikmüll zu Land und zu Wasser. Lediglich 9 Prozent werden recycelt.
38.000 m2 Grünland versus 20 zusätzlicher Arbeitsplätze, die in naher Zukunft zum Großteil von Robotern besetzt werden? Haben die Mitglieder des Raumplanungsbeirats auch andere, nachhaltigere Verwendungsmöglichkeiten für dieses Grünland ins Auge gefasst und mit etwas Weitsicht – auch mit Hinblick auf eine lebenswerte Zukunft unser aller Kinder und Enkel – abgewogen? Es schaut nicht danach aus. Nicht nur ich, auch viele Bürgerinnen und
Bürger wären dafür, dass diese 38.000 m2 für den regionalen Gemüseanbau genutzt werden. In letzter Zeit gibt es einen erfreulichen Trend weg vom übermäßigen Fleischkonsum hin zu mehr gesünderer Nahrung wie Gemüse und Obst, produziert vor unserer Haustüre. Beispielsweise ermöglicht eine Ackerfläche von 38.000 m2 den Anbau von 120.000 kg Bio-Kartoffeln. Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 1700 Personen. Die mehrheitliche Empfehlung des Raumplanungsbeirats ist leider bekannt. Verantwortung und Weitsicht sehen anders aus.

Angelika Egel, Feldkirch