Große Hoffnung

08.05.2019 • 16:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Papst Franziskus hat vom 6. bis 27. Oktober d. J. zur Amazonas-Synode nach Rom eingeladen. Viele setzen große Hoffnung auf diese erste südamerikanische Synode. Bischof Franz Josef Overbeck, zuständig für das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat, nahm an den bisherigen Vorbereitungen teil und kann uns daher sagen, ob unsere Hoffnungen berechtigt sind. Er stimmt diesen voll zu. Er behauptet sogar voller Enthusiasmus: Diese Synode wird eine „Zäsur“ in der Kirche sein und „nichts wird mehr so sein wie zuvor“.

Auf dem Prüfstand stehen die hierarchische Struktur der Kirche, ihre Sexualmoral und ihr Priesterbild. Auch die Rolle der Frau in der Kirche muss überdacht werden. Ein weiteres Problem ist der starke Rückgang an Gläubigen. Zudem muss die Kirche reagieren auf die „immense Ausbeutung“ der Natur so wie die Missachtung der Menschenrechte, besonders auch in Bezug auf die indigenen Völker. Die „eurozentrische Struktur“ der Kirche werde sich ändern. Natürlich sei auch der enorme Priestermangel in Lateinamerika zu beraten. Die Kirche vor Ort habe schon jetzt vielfach „ein Gesicht von (Ordens-)Frauen“.

Adveniat-Bischof Overbeck stellt fest: Papst Franziskus hat mit seiner lateinamerikanischen Perspektive dafür gesorgt, dass ein Bewusstsein von all diesen Herausforderungen entstanden ist. Ich würde sagen: Bischof Overbecks Worte in Gottes Ohr.

Pfr. Helmut Rohner, Dornbirn