Sie wollten sein

Leserbriefe / 08.05.2019 • 18:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

wie Gott

Das Faktum Klimawandel, dessen Kipppunkt zur Katastrophe vielleicht schon da ist, verunsichert die Gesellschaft. Die Wissenschaftsgläubigen wollen den Umwelt-Wissenschaftlern nicht glauben; die Realisten der Wirtschaft glauben an das „Auf und Ab“ von Krisen – es geht vorüber; die Politiker und Journalisten müssen auch auf die „normalen Menschen“ schauen, sie veranstalten Konferenzen, reden und schreiben. Die „normalen Menschen“ schließlich leben ihren Alltag, lesen die Zeitung, sehen Fernsehen und nehmen die Dinge, wie sie kommen. Und die Religionsvertreter halten sich wohlweislich zurück – in ihrer Bibel steht: „Macht euch die Erde untertan.“ Die Bibelschreiber, die Priester, formulierten die Prophetenworte im Sinn der Hierarchie, der „heiligen“ Herrschaft. Die „Herren“ gingen mit der Schöpfung – Mensch, Tier und Natur – entsprechend um; für die Herren wurden alle Geschöpfe untertan, die sie auch töteten, und als Priester rechtfertigten sie dies als Opfer für Gott. Diesen „Fall“ hat die römische Kirche stets geheimgehalten, da der Fall die Erde mit den Menschen betraf, nicht die Tiere und die Natur, die hatte Gott den Gefallenen mitgegeben. Die Erde sollte der Ort der Besinnung werden. In diese „Welt“ sandte Gott die Propheten als Hilfe zur Besinnung. Das ist Geschichte und die Ernte, die beginnt.

Josef Schmidt, Nenzing