Falsche Signale

Leserbriefe / 09.05.2019 • 18:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fast täglich liest und hört man von dramatischem Artensterben weltweit, das offensichtlich und offiziell „noch nie in der Geschichte der Menschheit so groß war und so schnell vor sich geht wie derzeit“ (lt. VN vom 7. Mai). Und dabei hört und liest man unverständlicherweise dauernd von einer beispielsweisen Naturzerstörung für einen „Bikerpark“ im Brandnertal (brauchbar nur für wenige Extremsportler) oder von ständig anstehenden Herausnahmen von für unsere Natur wertvollen Flächen aus der Grünzone z. B. für vermehrte Erzeugung von Plastikflaschen und Aludosen, und dies bei dem allseits bekannten Plastikweltproblem und bei Schaffung von nur wenigen Arbeitsplätzen im Verhältnis zur Bodenversiegelung. Wer soll dies noch verstehen? In unserem räumlich doch sehr begrenzten „Ländle“ sind wir inzwischen doch geradezu verpflichtet, jede mögliche Grünfläche für unsere Bienen, für dringend erforderliche Wasserversickerungsmöglichkeiten, für vermehrten Gemüseanbau (bei drastischer Auslandsabhängigkeit) sowie im Falle ALPLA-Erweiterung für Hochwasserüberschwemmungszonen freizuhalten. Da darf unser oberstes Staatsziel eben nicht mehr nur die „Wirtschaft“ sein, wie es unsere Bundesregierung derzeit durchsetzen möchte, sondern die Erhaltung einer guten Lebensqualität für unsere Gesamtbevölkerung. Da man ja bekanntermaßen weder Geld noch Wirtschaftswachstum essen kann, brauchen wir geradezu existenziell den dringenden Erhalt unserer wirklichen Lebensgrundlagen, wie eben die gesunde Luft, das Wasser, die Böden und die Tierwelt.

Egon Troy,

Fußach