Markus, es ist

10.05.2019 • 15:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zeit zu gehen

Nach Presseberichten hat die letzte Sitzung der Bregenzer Stadtvertretung ganze 36 Minuten gedauert, obwohl lebenswichtige Zukunftsfragen für die Stadt zur Diskussion standen. Wenn sich alle einig sind, dann braucht es keine Fraktionen mehr, dann sollen sich die Parteien auf eine Person der nächsten Generation als Bürgermeister(in) einigen und bei der nächsten Wahl mit Listenwahlrecht wählen lassen. Dabei geht es weniger um Aktionen, wie die aktuelle Verschandelung der Kirchstraße, die hält das schon vielgeprüfte Bregenz noch aus. Katastrophal für die Stadtentwicklung wäre aber die Realisierung des geplanten Bahnhofs, weil dieser viele städtische Entwicklungsmöglichkeiten endgültig verhindern würde. Wir brauchen daher eine dynamische, jüngere Person als neues Stadtoberhaupt, das in die nächsten zwanzig Jahre vorausdenkt, und nicht einen Bürgermeister im Pensionsalter. Die Landespolitik ist aufgerufen, nach dieser Person der nächsten Generation zu suchen. Für Markus Linhart aber gilt ein (leicht abgewandeltes) afrikanisches Sprichwort: Die beste Zeit für dich zu gehen, war vor 15 Jahren, die nächstbeste Zeit ist jetzt. Mindestens vor der Wahl.

RA Dr. Wilfried Ludwig Weh, Bregenz