Zertifikathandel
bzw. Finanzierung

10.05.2019 • 15:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ist es nicht abwegig, wenn wir und auch Deutschland sich bereitwilligst dazu breitschlagen ließen, für nicht erreichbare Umweltwerte und teilweise am Computer generierte Umweltzertifikate zu bezahlen, u. a. bei zu gering reduziertem CO2-Anfall? Wirkungsvoller wäre da wohl, wenn nicht einfach in oft dubiosen Kanälen versickernde Gelder in diese Staaten überwiesen werden, die teilweise zu den Hauptverursachern gehören, sondern dort – sofern dies von diesen Staaten überhaupt geduldet wird – Möglichkeiten zur technischen Verbesserung oder Abgasverringerung u. a.
zur Verfügung zu stellen und mit praktischen Mitteln zu helfen. Das würde für diese Leistungen auch Umsatzsteuerkarusselle verhindern helfen, anstatt unbekannten Leuten nur Geld in den Rachen zu werfen. Gelder als Anreiz zur Verfügung zu stellen, in solchen Ländern ggf. den CO2-Ausstoß noch zu erhöhen, ist wohl nicht sehr vernünftig. Dasselbe Prinzip hatten wir doch schon bei den Entwicklungshilfen, die zum Teil dazu führten, reichen Stammesfürsten oder Staatsoberhäuptern Paläste u. a. m. zu finanzieren oder deren Privatkonten auf Höchststände zu bringen, wobei bei den wirklich Bedürftigen meist kaum etwas angekommen ist. Umweltschutz tut Not, allerdings mit vernünftigen Mitteln und ohne die bei uns schon arg strapazierten Geldtaschen der Allgemeinheit sinnlos zu belasten. Wird für uns EU-Vorzeigebürger, vielleicht auch bei Tieren, als Atem-CO2-Verursacher zukünftig das Ausatmen kostenpflichtig?

Kurt Höfferer, Hörbranz