Folgen der Treibjagd in Fontanella

Leserbriefe / 12.05.2019 • 17:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ob der Schweizer Pächter als Initiator der Treibjagd je Mitglied der Vorarlberger Jägerschaft war, ist zweifelhaft. Dass aber die Jägerschaft die zwei weiteren Vorarlberger Jäger als symbolischen Akt aus ihrem Verein ausschließt, verdient als klares Statement zumindest lobende Worte. Wenngleich die Verhinderung einer neuerlichen Pacht in Vorarlberg durch den Schweizer Jäger ein weitaus stärkeres Zeichen gewesen wäre. Aber hier scheinen, wie so oft, die Pachteinnahmen für die Grundeigentümer höher gewichtet zu werden, als der Schutz der Wildtiere vor Schmerzen, Leiden, Schäden durch tierquälerische Jagdmethoden. Meiner Meinung nach ist hier die offizielle Jägerschaft gefordert, ihrer aktuell initiierten Positionierung als Hüterin der Wildtiere konkrete Handlungen in Richtung Wildtierschutz folgen zu lassen, um zukünftig glaubwürdig zu sein. Inwieweit die Behörde bzw. die Landesregierung nach Abschluss des Verfahrens ebenfalls reagiert und Wildtiere im Rahmen des Jagdgesetzes oder seiner Verordnung explizit schützt (d.h. nicht nur auf die „Waidgerechtigkeit“ verweist), bleibt am Ende möglicherweise eine Frage, die auch im Kontext der Landtagswahlen für den einen oder anderen bedeutsam ist.

Ulrike Schmid, Götzis