Hass

Leserbriefe / 13.05.2019 • 18:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar von Ch. E. Ritterband, VN vom 3. 5. 2019:

In seinem Kommentar schreibt Ch. E. Ritterband: „ . . .Alle die schrecklichen Bluttaten rund um die heutige Welt haben einen gemeinsamen Nenner: Hass. Und noch einen: Religion.“ Wer die Worte des wohl berühmtesten Religionsgründers ein wenig kennt, kann dieses Urteil von Ch. Ritterband so nicht stehenlassen. Dieser Religionsgründer hat nämlich gepredigt: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Liebe deinen Nächsten und hasse deinen Feind. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr wahre Kinder Gottes werdet.“ Das heißt aber: Dieser Prediger aus Nazareth hat seine Religion einzig mit dem Ziel gegründet, den Hass aus der Welt zu schaffen – und das bis heute und bis an ein mögliches Ende der Welt. Ich weiß nicht, ob von anderen Religionsgründern ebensolche Worte mit diesem Sinn überliefert sind. Was wir aber wissen: Dieser Prediger hat seine Predigt in seinem Leben und Sterben umgesetzt. Wenn dann im Laufe der Jahrtausende seine Grundsätze verraten und ins Gegenteil verkehrt werden (manchmal auch von mir), dann ist die Ursache dafür nicht die Religion, sondern das, was aus ihr gemacht wurde und wird. Ob sich das bei den andern Weltreligionen ähnlich verhält?

Pfr. Peter Mathei, Alberschwende