EU-Wahl

14.05.2019 • 16:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die EU-Wahl, die Chance für Verbesserung. Ich will das mit folgender Metapher anschaulich machen: Die EU, gepflanzt als Baum für edle Früchte, und alle sind voller Erwartung auf den Ertrag. Doch der Baum wurde falsch gedüngt (Glyphosat), es entstand Wildwuchs wie legalisierte Korruption (Lobbyismus), geduldeter Betrug (Abgeordnete tragen sich für Sitzungen ein, nehmen nicht teil, kassieren das Sitzungsgeld und fahren nach Hause, dies ohne nennenswerte Konsequenzen). Die Früchte des Astes für Finanzen sind sauer, Hunderte Milliarden werden für Bankenrettung verschleudert, daneben werden die Sparer durch die Niedrigzinspolitik mit der deutlich höheren Inflation schleichend enteignet. Der Ast für Sicherheit verdorrt, die Außengrenze wird nicht wirksam geschützt, unkontrollierte Massenmigration wird hingenommen und damit die innere Sicherheit gefährdet, Krankheiten eingeschleppt, soziale Netze überstrapaziert und unser erarbeiteter Wohlstand in Gefahr gebracht. Durch diese und andere Wucherungen können sich gute Triebe wie freier Reiseverkehr, erleichterter Handel etc. nicht entwickeln. So sind radikale Maßnahmen zur Baumpflege unumgänglich, von den bisherigen Baumpflegern (Abgeordnete von VVP und S&D) die die Fehlentwicklungen zugelassen, ja geduldet haben, sind diese nicht zu erwarten. Auf wirkliche Umgestaltung und Fortentwicklung kann nur mit Abgeordneten der EU-kritischen (nicht EU-feindlichen) Parteien gehofft werden. Wenn sich die Mehrheitsverhältnisse im EU-Parlament nicht deutlich ändern, erhält die Abkürzung EU eine andere Bedeutung – EU ist Europas Untergang.

Günther Wieser, Lochau