Ungebremstes Insektensterben

Leserbriefe / 15.05.2019 • 17:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Angesichts des rasant fortschreitenden Arten- und Insektensterbens hätte man sich einen generellen Aufschrei erwartet, aber stattdessen wird dieses nur in fatalistischer Weise zur Kenntnis genommen Dabei wäre es doch auf Grund dieser dramatischen Entwicklung allerhöchste Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen! Es ist wohl allgemein bekannt, dass Insekten einerseits für die Bestäubung und andererseits als Nahrung für viele Vögel absolut essenziell sind. Die Schaffung von Lebensraum für Insekten müsste demnach höchste Priorität haben, aber stattdessen fordert die übermächtige Wirtschaft immer mehr Böden für ihre Betriebsansiedlungen. Zum fatalen Rückgang der Insekten tragen aber auch die modernen landwirtschaftlichen Techniken bei, z. B. gibt es durch übermäßiges Düngen nur noch eintönige, grüne Wüsten, und den letzten Garaus machen den Insekten die Pestizide. Im Zusammenhang mit dem oben Gesagten stellt sich die grundsätzliche Frage, welchen Stellenwert der Naturschutz in diesem Land hat. Leider kommt dieser bei der Abwägung des öffentlichen Interesses zugunsten der Wirtschaft und des Tourismus immer unter die Räder! Obwohl laut Umfrage ein überwiegender Teil der Bevölkerung sich gegen weitere touristische Großprojekte ausgesprochen hat, wurde gerade wieder ein solches bewilligt, nämlich die massive Ausweitung des Bike-Parks am Bürserberg. Mit dem vom Land propagierten „nachhaltigen Qualitäts-Tourismus“ hat das aber schon gar nichts zu tun!

Ursula Breuer, Wolfurt