Künstliche Intelligenz

16.05.2019 • 16:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Beide Begriffe sind in aller Munde, Betriebe zittern um ihre Existenz, wenn sie nicht sofort solche Systeme verwenden, viele Bürger befürchten den Weltuntergang durch die Übermacht der Computer, es herrscht schon eine richtige Hysterie.

Dazu folgende Anmerkungen aus langjähriger Erfahrung als Programmentwickler: Es gibt keine künstliche Intelligenz! Intelligent sind die Erfinder, Erbauer und Programmierer solcher Systeme. Das, was diese Systeme tun, wurde ihnen per Programm beigebracht. Es gibt keine „Selbst lernenden Systeme!“ Wenn ein so genanntes System plötzlich etwas anderes tut als bisher, dann hat es nichts „gelernt“, sondern durchläuft infolge bestimmter Ursachen (z. B. Sensorsignale) den dafür vorgesehenen Programmzweig, der natürlich so von den Programmierern vorgesehen wurde. Der Vergleich mit dem menschlichen Hirn ist absurd: Im Computerspeicher entstehen keine neuen Hardwareverbindungen und auch keine neuen Programmteile! Dazu ein kleines Scherzbeispiel: Man muss nicht damit rechnen, dass ein Schweißroboter in einer Automobilfirma nicht mehr Karosserieteile verschweißt, sondern aus eigenem Antrieb vorbeigehenden Besuchern wegen ihres lauten Geredes in die Nase zwickt.

DI Dr. Bernd Oesterle, Hard