Generationswechsel überfällig

Leserbriefe / 17.05.2019 • 17:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In meinem letzten Leserbrief ist das zentrale Anliegen nicht richtig durchgekommen, wohl wegen des zu plakativen Schlusssatzes. Meine Kritik ist strukturell und nicht persönlich. Bei der Bregenzer Montagsrunde haben wir gefordert, dass Amtszeiten von Bürgermeistern auf zwei Perioden begrenzt werden, und einer, der uns unterstützt hat, war übrigens auch Gottfried Schröckenfuchs. Beim Bürgermeister wäre es nächstes Jahr die sechste. Die Bregenzer Montagsrunde hat damals die Bregenzer Stadtpolitik aufgemischt. So eine aufmüpfige Gruppe würden wir wieder brauchen. Die Apathie ist aber nicht nur auf die Stadtregierung beschränkt, auch die Opposition liegt im Tiefschlaf, sonst könnte keine Stadtvertretungssitzung in 36 Minuten zu Ende sein. Dabei sind die großen Probleme noch immer ungelöst, daran ändern auch zweihundert Laufmeter umgebaute Straße nichts: Es gibt keinen barrierefreien Zugang zum See, das Eisenbahnproblem ist ungelöst, obwohl beträchtliche Zuwächse absehbar sind, und die Seestadt ist noch immer ein Parkplatz. Da braucht es tatkräftige Stadtvertreter, allen voran eine tatkräftige Person im Bürgermeistersessel mit zwanzigjähriger Perspektive und Visionen. Ich fordere die Jugend auf: Drängt nach. Es gibt viel zu tun.

RA Dr. Wilfried Ludwig Weh, Bregenz