Österreichs Image

03.06.2019 • 16:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Weit hat uns die gewesene Regierung in eineinhalb Jahren gebracht. Und dabei habe ich nicht einmal so großartige Errungenschaften wie das Kippen des Rauchverbotes, oder die 140 km/h, oder den 12-Stunden-Tag, oder so unwichtige Sachen wie die Zerstörung der Sozialpartnerschaft, oder die Nichtunterzeichnung des Klimabündnisses, ja nicht einmal die Tatsache, dass die Rettung vor dem elenden Ersaufen im Meer quasi zum Verbrechen erklärt wurde, oder die systematische Verschiebung der politischen Hygiene nach weit rechts außen im Fokus.

Nein ich denke jetzt daran, wie wir international gesehen werden. Man schaue sich nur die Kommentare in renommierten ausländischen Medien an. Wenn man uns (noch) wohlgesonnen ist, ist Österreich nur zur Satire verkommen. Bei jenen, die uns weniger wohlgesonnen sind, wurden wir zum Gespött. Und die beiden Verursacher dieses beschämenden Dilemmas? Der eine kriegt bei der EU-Wahl über 40.000 Vorzugsstimmen, der andere wird fast als Messias gesehen. Das eine ist ebenso unfassbar wie das andere. Aber sei’s drum: Tu felix austria.

Anton Hengl, Lauterach