Moderne Landwirtschaft – Zeit ist Geld

05.06.2019 • 16:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die maschinelle Berglandwirtschaft ist heute Standard.Toni Meznar
Die maschinelle Berglandwirtschaft ist heute Standard.Toni Meznar

Wenn ich mich zurückerinnere, wie es in der Landwirtschaft früher war, hat sich viel geändert. Damals war es gemütlicher, aber auch anstrengender, denn es musste viel von Hand erledigt werden. Ich kann mich noch gut an die erste Mähmaschine erinnern, die von zwei Pferden gezogen wurde, später kamen die Motormäher, womit man fast überall hinfahren konnte. Damals gab es noch schöne Blumenwiesen, denn es wurde nur zwei- bis dreimal (je nach Witterung) gemäht. In der Zwischenzeit ging man auf die Almen, um die Anger bzw. Bergmähder zu mähen. Wenn ich mir die Wiesen heute ansehe, alles gelb vor lauter Hahnenfuß – und der ist bekanntlich giftig. Die Kühe auf der Weide rühren ihn nicht an. Am liebsten würde man zehn Mal mähen, die Gräser haben keine Zeit mehr zum Blühen, die Bienen finden kein Futter mehr, Böden werden ausgelaugt. Auch manche Hausgärten nicht ausgeschlossen. In unserer schnelllebigen Zeit muss alles schnell gehen, auch in der Landwirtschaft, denn Zeit ist Geld.

Krimbacher Ernst,

Bludenz