Strache und Ibiza

Leserbriefe / 06.06.2019 • 18:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nachdem meine unmöglichen Leserbriefe zu Ibiza einiges Unverständnis, ja Bestürzung hervorgerufen haben, ist mein Bedürfnis groß, meine Strache-Verteidigung zu erklären. Politiker wie Person „Strache“ hat mich bisher nur am Rande interessiert. Erst Ibiza und der darauffolgende „Tsunami“ gegen seine Person hat bei mir eine grundsätzliche Reaktion provoziert, im Sinne: Man kann doch einen Menschen nicht absolut reduzieren und festnageln auf eine Situation, in der er sich verfehlt; vor allem in einer Situation, die von außen eingefädelt war, mit der bösen Erwartung, dass die Täuschung so funktionieren möge, wie sie dann tatsächlich funktioniert hat. Und ich dachte auch: Diese niedrigen Machtfantasien Straches zeigen zwar die Schwäche des Imponiergehabes eines ehrgeizigen Mannes – in diesem Fall vor einer „steinreichen Oligarchen-Tochter“(?), aber das ist doch nicht sein einzig wahres Gesicht; das ist doch nicht der ganze H.C. Strache. Zudem hatte ich in den letzten Jahren den Eindruck, dass er aus der extremen Ecke herauskommt, auch wenn mich das persönlich nicht sonders beschäftigt. Demokratiepolitisch aber wird jeder vernünftige Bürger einsehen, dass es so wie die Linke auch die Rechte geben muss; und dass man da immer auch Tendenzen zum Extremen auffangen wird müssen. Aber nicht durch bloße Dämonisierung, sondern durch gesellschaftliche wie politische Integration.

Pfr. Peter Mathei,

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