Herr Androsch
vermisst Reformen

Leserbriefe / 07.06.2019 • 19:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Industrielle und Ex-Finanzminister wird gerne als Persönlichkeit der SPÖ in Klubs der Wirtschaft und von deren Publizisten eingeladen, um seine Gedanken kundzugeben. Dabei lobte er die Steuerreform 2019 insofern, dass die unteren Lohneinkommen auch entlastet werden. Auch im Bewusstsein, dass diese Gruppen bisher eh fast keine Steuern bezahlt haben und vom Staatssäckel immer Förderungen benötigen werden. Woher soll es auch kommen, kein einziger Ökonom in der Regierung Kurz für eine neue Wirtschaftspolitik zugunsten der Forschung/Bildung/Wissenschaft. Wohlweislich verschwiegen hat er jedoch, dass seine von ihm im Nutznießen kontrollierten Gesellschaften mit Millionengewinnen nun nochmals ein Sechstel weniger Einkommensteuer nach der Reform zu bezahlen hätten, also zu den wahren Gewinnern gehören. Ja, die Parteipopulisten der Kurz-Ära haben auch ohne Ökonomen für die Gesellschaftsunternehmen der Wirtschaft gute Arbeit geleistet. Dazu ist die installierte Kluft der Immobilienerbschaftssteuer bei Erben und Schenken im privaten Familienbereich für größere Vermögen und der Unterschied der Immobilienübertragung in Gesellschaften und zugeordneten Besitzer in Erbfolge und Schenkung zu beachten. Zum Lob des Herrn und meiner Seele zu Gerechtigkeit im Rechtsstaat. Art. 7 SGG. Vorrechte sind ausgeschlossen! Diese Umverteilungsaktion mittels ungleicher Erbschaftssteuer bis zu einem geschenkten Reich, ist im SGG nicht gedeckt und hiermit für die neue Bundesregierung angezeigt.

Alwin Rohner,

Lauterach