Gnaiger-Vorschlag gehört diskutiert

11.06.2019 • 16:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Genau die Art, wie jetzt der Vorschlag von Architekt Gnaiger zur Entwicklung des Bahnhofsareals mit fadenscheinigen Argumenten abgewürgt wird, zeigt den ganzen Grad an Abstumpfung der derzeitigen Bregenzer Stadtpolitiker, allen voran des Bürgermeisters. Es ist nachvollziehbar, dass der Bürgermeister in seiner sagenhaften fünften Periode zermürbender Kommunalpolitik immer diktatorischer agiert, aber genau deshalb gehört er ausgetauscht. Wenn ein Fußballer nicht mehr rennen kann, tauscht ihn der Teamchef aus, und zwar auch dann, wenn er im Spiel schon drei Tore geschossen hat. Beim Bahnhof und der Landesstraßenführung geht es nicht um ein paar Hundert Laufmeter Straße, sondern um das zentrale Gebiet von Bregenz und entscheidende Weichenstellungen für hundert Jahre, nicht zuletzt auch um den Zugang zum See. Das muss eine nächste Generation entscheiden. Aber auch die alte Politikermannschaft kann noch beginnen, die Möglichkeiten ernsthaft und nicht nur alibimäßig zu diskutieren, vor allem wenn sich ein Spitzenarchitekt vom Range von Universitätsprofessor Roland Gnaiger ehrenamtlich so tief in die Materie hineingearbeitet hat.

RA Dr. Wilfried Ludwig Weh,

Bregenz