Sicherheit am Rhein hat oberste Priorität

Leserbriefe / 12.06.2019 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

So die einführenden Worte von Landeshauptmann Markus Wallner in der VN-Beilage „Jahrhundertprojekt Rhesi“. Bei dieser Gelegenheit möchte ich nicht nur die Rhein-Anwohner, sondern ganz besonders die Anwohner um den Bodensee aufrütteln, welche bei Hochwasser immer wieder unter nassen Füßen, überfluteten Kellern und Wohnräumen zu leiden haben. Es ist sehr bedauerlich, dass eigentlich die größte Ursache der letzten Rhein- und Bodenseehochwässer, nämlich der gegenüber der Zuflussmenge von 4100 m3/s viel zu geringe Abfluss von nur 1200–1400 m3/s in die vielgepriesene Jahrhundertprojektplanung weder einbezogen, noch berücksichtigt und sogar gänzlich verschwiegen wurde. Eine dermaßen geplante Aufweitung des Flussbettes im Bereich Frutzmündung mit ökologischen Spielereien ist eine planerische Fantasterei, die im Sinne der vielgepriesenen Hochwassersicherheit von unserem Herrn Landeshauptmann ganz und gar nicht zielführend für einen konti-
nuierlichen Abfluss bei Hochwasser ist. Sehr geschätzte Bodenseeanwohner, jede Hochwassersituation entsteht bei der Mündung des Flusses und nicht an der Quelle. In eurem eigenen Interesse appelliere ich: Orientiert und informiert und regt euch in dieser ernsten
Sache.

Werner Perfler, Koblach