Hotspot Bike-Region Brandnertal

Leserbriefe / 13.06.2019 • 18:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Für noch mehr Skills und Trails finden nach der naturschutzrechtlichen Bewilligung für das Großprojekt Bikepark Brandnertal eilige Baumaßnahmen statt. Schon wird die Bike-Region beworben, eine übergreifende Region, wo Nervenkitzel auf knüppelharten Downhill-Passagen für riskanten Adrenalinkick geboten werden. Die gesamte Region wird jetzt von den Bikepark-Betreibern zwecks dem Geschäftsziel Top-Spot für die Bikepark Community quasi okkupiert. Es ist ein Desaster, wie unsere Heimat mit diesem Enduro-Rummelplatz „Bike-Karussell Brandnertal“ an actionbegeisterte Freeride-Fun-Racer verscherbelt wird. Neben irreversiblen Schäden für das sensible Natur- und Wandergebiet sowie unvertretbar hoher Verletzungsquote wird auch noch ein Massenrummel-Image von den etwas großmannsüchtigen Wegbereitern des Action-Bikeparks dreist in Kauf genommen.

Die zweifelhaften Profite dieser Adrenalin-Tourismusidee streifen Projektbetreiber ein, zahlreiche ernste Verletzungsschäden erleiden sogar entgegen gesetzlichem Schutz Minderjährige. Umweltbeeinträchtigung, regionaler Prestigeverlust, Verkehr, Unfallkosten, usw. für den touristisch, ökonomisch wie auch ökologisch äußerst fragwürdigen Geschäftsplan belasten die Allgemeinheit.Dass dafür auch noch öffentliche Förderung beantragt wurde, wirkt verantwortungslos. Nur allzu verständlich, dass diesem brutalen Fun-Projekt auch mit einer Petition vom Naturschutz Vorarlberg entgegnet wird. Nichts gegen umweltverträglichen seriösen Qualitätstourismus, aber nein zur Erweiterung der Bikeparkarena, keine öffentliche Förderung für den naturzerstörenden Freeride-Hotspot, keine Steigerung der teuren Verletzungsfolgen und schon gar kein suspektes Rummelplatz-Image der Region!

Hans Kegele,

Bürs