VGV nicht lethargisch

13.06.2019 • 16:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief „Wahlzuckerl für Grenzgänger“ von Robert J. Bösch, VN vom 11. 6. 2019:

Herr Bösch, wir stimmen Ihnen zu, dass die Besteuerung der Grenzgänger, welche in der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland beschäftigt sind oder waren, nicht gerecht ist. Seit Jahren ist dies eine Forderung des Vorarlberger Grenzgängerverbandes (VGV).

Diese Forderung wurde immer wieder bei allen Vorarlberger Nationalratsabgeordneten deponiert, konnte aber nie umgesetzt werden. Einzig zwischen den Jahren 2002 und 2012 wurde die „Pensionsvorsorge“ per Erlass des Finanzministeriums mit einem Freibetrag von „1/3 steuerfrei“ berechnet. Dieser wurde jedoch vom Finanzamt Bregenz bekämpft, und der Erlass wurde vom OGH im Jahre 2012 wieder außer Kraft gesetzt. Ihre Kritik am „lethargischen“ VGV, übrigens zum Wohle aller Grenzgänger und deren Trittbrettfahrer ehrenamtlich tätig, können wir nicht nachvollziehen. Der VGV setzt sich nicht nur für eine gerechte Besteuerung ein, sondern es werden Grenzgänger, sofern VGV-Mitglied, in spezifischen Fragen im sozialen und steuerrechtlichen Bereich beraten. Ob es Sinn macht, eine eigene Partei lediglich für die Angleichung der Steuern zu gründen, sei Ihnen überlassen, denn eine Partei hat noch weitere Aufgaben. Sinnvoller wäre es, wenn der VGV eine entsprechende Mitgliederanzahl erreichen würde, damit die wichtigen Anliegen in der Politik entsprechend mit Nachdruck deponiert und durchgesetzt werden können.

Herbert Fechtig und Hans Isak, Höchst, für den Vorstand des
Vorarlberger Grenzgängerverbandes