Almboden wurde nur rekultiviert

Leserbriefe / 14.06.2019 • 20:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief „Respektiere deine Grenzen“, von DI Bernhard Weithas VN vom 13. 6. 2019:

Als alter Brandner kann ich diesen Leserbrief so nicht stehen lassen. Herr DI Weithas beschwert sich über durchgeführte Baggerarbeiten im Zalimtal, wodurch daraus ertragreiches Weideland gemacht werden solle. Eigentlich sollte er wissen, dass der vergangene Winter sehr schneereich war und im Brandnertal zahlreiche Lawinen abgegangen sind, so auch in dem erwähnten Gebiet im Brüggele. Im Lawinenkegel sind dann große Steine, Baumstämme und Äste liegen geblieben und die Magerwiese wurde, wie erst im Frühjahr zu sehen war, regelrecht verwüstet. Um das Bergmahd wieder bewirtschaften zu können, haben die Grundbesitzer unter großem persönlichen Einsatz das abgelagerte Material händisch bzw. mit einem Kleinbagger weggeräumt und die Flächen wieder rekultiviert. Es wurde also kein Almboden „nivelliert, um daraus ertragreiches Weideland zu machen“, so wie der Schreiber sich fälschlich ausdrückt, sondern lediglich ein großer Lawinenschaden beseitigt. Ich empfehle Herrn Weithas, sich zuerst zu informieren und nicht in Unkenntnis der Sachlage ein völlig falsches Bild zu zeichnen! Von Zigtausend Euro Fördermittel zu sprechen, die laut dieser Aussage in die Zerstörung
alpiner Fauna investiert werden, ist für mich ein Hohn gegenüber unseren fleißigen Bergbauern!

Dipl.-Ing. Manfred Beck, Brand