Naturpark Rätikon
ist tot

Leserbriefe / 21.06.2019 • 17:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der geplante grenzüberschreitende Naturpark Rätikon ist leider schon im Embryonalstadium gestorben. Die Ursache ist klar. Für den Fall der Erweiterung des Bikeparks Brand/Bürserberg wurde durch das naturschutzfachliche Gutachten der BH Bludenz eine wesentliche Beeinträchtigung des Biotops und der Schutzgüter attestiert. Das Schweigen der Initianten, die den Naturpark auf den Weg bringen wollten, zu den Bikepark-Plänen, hat deutlich gemacht, dass eine reine Vermarktungsstrategie dahinter stand. Wenn ein derart naturschädigendes Projekt in einem Naturpark Platz hat, ist klar, dass dort alles möglich ist. Die Natur wird hier als Mittel zum Zweck missbraucht und im wahrsten Sinn des Wortes überfahren. Die gute Idee eines grenzüberschreitenden Naturparks wurde von Politikern, Tourismusverantwortlichen und ein paar Bürgermeistern im Keim erstickt. Schade um diese vertane Chance. Der Trend, die Alpen zu einem Rummelplatz zu machen, ist in vollem Gange. Sollte dieses naturschädigende Projekt auch noch mit öffentlichen Geldern gefördert werden, ziehen die Wähler(innen), denen Naturschutz ein Anliegen ist, im Oktober hoffentlich die richtigen Schlüsse.

Franz Ströhle,
Vlbg. Alpenschutzverein, Dornbirn