Von Fischen
und Vögeln

28.06.2019 • 15:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Heute sah ich Jugendliche im Rheinvorland im Wasser des übergelaufenen Rheins planschen. Mahlzeit dachte ich mir! Auch hier wird Kunstdünger gestreut, Gülle ausgebracht und Gift gegen „Unkräuter“ gespritzt – Letzteres dezidiert widerrechtlich, Ersteres weit jenseits der rechtlichen Grenzen. Was davon nicht an jungen Badeenthusiasten hängenbleibt oder im Grundwasser versickert, wird so munter in den Bodensee geschwemmt und hat seit Jahren negativen Einfluss auf die Nahrungskette. Doch statt diesem Unfug ein Ende zu setzen, schaut man lieber weg und sucht seine Sündenböcke anderswo. Blutenden Herzens müssen etwa Naturschutzfachleute das jährliche Schießkommando gegen die eigentlich geschützten Kormorane überwachen und die Kadaver entsorgen. Es reicht! Die Welt ist kompliziert. Wir brauchen Fachleute, um sie uns zu erklären und Politiker und Beamte mit Rückgrat, um ein möglichst friedliches Zusammenleben darin über lange Zeit zu gewährleisten. An beidem scheint es an den entscheidenden Stellen zu fehlen. Es wird Zeit für Veränderung – auch und gerade im alles andere als
„subara“ Ländle.

Elke Wörndle, Fußach