Klimawandel-
aktionismus

01.07.2019 • 17:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Klimawandelaktionismus, von vielen demonstrierenden Leuten begrüßt, da wird noch einiges auf uns zukommen. Dass es illusorisch sein dürfte, den Klimawandel mit unserem eigenen CO2-Aufkommen von etwa zwei Prozent abwenden zu wollen, dürfte eigentlich jedem klar sein. Einen prozentuell deutlicheren Effekt bei viel höheren Emissionszahlen zur erzielen, das ist wohl viel einfacher. Dass die Hauptverursacherländer unserem Beispiel folgen werden, scheint mir eine Utopie zu sein. Die werden lieber das Geld aus Umweltzertifikaten kassieren und als „Feigenblatt“ ein paar Vorzeigeprojekte in Ballungszentren wirksam präsentieren, trotzdem jedoch ihre eigenen Wirtschafts- und Machtinteressen weiterverfolgen.

Die Zukunft unserer jungen Menschen darin zu sehen, dass der nicht leicht zu reduzierende zwei Prozent CO2-Anteil mit großem Kostenaufwand und Mühen zu erreichen ist, wird am Klimawandel nicht viel ändern, zumal u.a. auch die Überbevölkerung und Vermüllung unserer Erde problematisch ansteht.

Zu glauben, dass der Mitmensch neben mir dafür zu sorgen hat, dass da eine ordentliche Reduktion bei diesem geringen Prozentsatz stattfindet und man selbst nur hinsichtlich Meinungsäußerungen davon betroffen sein werde, finde ich einfältig gedacht. Eine Zukunft ohne SUVs, ohne Flugreisen und vielen weiteren Einschränkungen, jedoch mit erst zu erwirtschaftenden, immer höher steigenden finanziellen Belastungen für Normalverdiener, davon werden unsere Zukunftsvisionäre sicherlich nicht gerade träumen, aber damit konfrontiert werden.

Kurt Höfferer, Hörbranz