Rhesi-Dammbruch

03.07.2019 • 16:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nach Pfingsten wurde durch ein Niederschlagsereignis in der Schweiz, von dem Graubünden nur am Rande betroffen war, ein Hochwasser im Alpenrhein verursacht. Ein relativ kleinräumiges Regenereignis mit einer Niederschlagsmenge von max. 170 Litern pro Quadratmeter und Tag hat zusammen mit dem Schmelzwasser zu einer Hochwassermenge von ca. 2000 m3/s geführt. Im Herbst 2018 wurde in Kärnten die dreifache Niederschlagsmenge pro m2 und Tag gemessen. Wenn ein derartiges Regenereignis den Einzugsbereich des Alpenrheins großflächig treffen würde, wäre die Abflussmenge um ein Vielfaches größer als am 12. Juni 2018. Bereits dieses relativ kleine Hochwasser hat zu einem Bruch des rechtsseitigen Innenwuhrs bei Flusskilometer 85,9 geführt. Dieses Ereignis hat aufgezeigt, wie problematisch die Entwicklung beim Fußacher Durchstich ist. Dieser Abschnitt vom Bruggerloch bis zur Mündung bei km 94,5 verliert durch die Vorstreckung immer mehr an Durchflusskapazität, da die letzten Flusskilometer stark von Auflandung betroffen sind und deshalb einen Rückstau verursachen. Beidseits des Rheins ist öster-reichisches Staatsgebiet. Die IRR vernachlässigt die Planung im Rahmen des Rhesi-Projektes in diesem Abschnitt. Deshalb sollte sich die Wasserbauabteilung des Landes mit diesem Problem befassen. Der Auftrag dafür muss vom zuständigen Regierungsmitglied erteilt werden. Sicherheit hat Vorrang!

Peter Bonetti, Hard