Akt der Gerechtigkeit

Leserbriefe / 04.07.2019 • 18:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das generelle Rauchverbot in der Gastronomie wurde am 2. 7. 2019 durch eine Mehrheit der Parlamentarier in unserem Parlament beschlossen. Das ist gut. Das „Don’t Smoke“-Volksbegehren, eingeleitet von der Ärztekammer Wien und der Krebshilfe, wurde von 881.692 Personen unterschrieben. Das gesundheitliche Argument ist tatsächlich schwerwiegend, sterben doch in Österreich jährlich 14.000 Menschen wegen des Rauchens an Lungenkrebs, davon 1400 zwangsberauchte Nichtraucher und 400 Kinder, und in der Gastronomie ist die Gesundheit der Kellnerinnen und Kellner sehr gefährdet. Die jetzige Entscheidung des Parlaments verdient daher Respekt, denn die Gesundheit zu schützen, liegt nicht nur im persönlichen Interesse, sondern ist ein grundlegendes Anliegen jeder Gemeinschaft.

Aber ein wichtiger Gedanke sollte in diesem Zusammenhang nicht unter den Tisch fallen: Die Entschädigung der Wirte, die in dem wankelmütigen politischen Hin und Her veranlasst wurden, bauliche Anpassungen vorzunehmen, wäre ein Akt der Gerechtigkeit. Auf die Einsicht der Parlamentarier im Sinne dieser Gerechtigkeit ist zu hoffen.

Alois Schwienbacher, Altach