Landesgrünzone

07.07.2019 • 16:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wenn bei überaus wichtigen Lebensfragen weder der Landtag noch die Landesregierung im Interesse einer breiten Bevölkerungsmehrheit zu handeln gedenkt, dann ist es die Pflicht der Bürger, aktiv zu werden. Ich finde es großartig, dass sich dreizehn (!) Vereine und Initiativen zusammentun und ein fünfjähriges Moratorium für die Landesgrünzone fordern. Wie gehen wir in Vorarlberg mit der Landesgrünzone um?

Diese Frage steht schon länger im Raum. Die Salamitaktik der Landesregierung ist längst durchschaut. Scheibchenweise und unbemerkt soll wertvolles Grünland umgewidmet werden. So kann es nicht weitergehen. Es geht um Ernährungssicherheit, es geht um Klimaschutz, es geht um Wasserspeicherung, es geht somit um die Zukunft von uns allen. Die Fragen sind: Vertritt die „Volks“-Partei wirklich das Volk? Was wurde den finanzstarken Interessenten von den „Volksvertretern“ schon zugesagt?

Das Beispiel Landesgrünzone zeigt eines klar auf: Wir brauchen ein neues Verständnis von Demokratie! Wichtige gesellschaftspolitische Fragen und Weichenstellungen sind mit breiter Beteiligung der Öffentlichkeit ausführlich zu diskutieren. Alle Für und Wider sind sorgfältig abzuwägen. Das braucht ausreichend Zeit. Und dann haben diejenigen zu entscheiden, die damit leben müssen. Das ist die hiesige Bevölkerung, die am Erhalt der (noch) schönen Heimat interessiert ist.

Armin Amann, Schlins