Wer hat Angst

Leserbriefe / 07.07.2019 • 18:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

vor der EU?

Lieber Herr Hrouda, Sie sprechen mir mit Ihrem Leserbrief vom 5. Juli aus der Seele. In Vorarlberg wird alles für Wirtschaft und Tourismus getan, doch der „normale Xiberger“ bleibt übrig. Sei es beim Wohnen (Industrielle befeuern durch Immobilieninvestitionen den Preisboom) und wie Sie es so gut beschrieben haben – auch in der Freizeit. Unsere Gäste reisen im Winter mit Bussen, Bänken, Bier und Nudelsalat an und erhalten die Liftkarten wesentlich günstiger als wir Einheimische. Wenn, dann bitte gleiche Preise für alle. Zudem gibt es in unserem kleinen Land im Sommer und im Winter mehrere Verbundkarten. Wieso wird das Land bei Wünschen zu Gebietszusammenschlüssen oder Speicherseen nicht aktiv und bringt die Verantwortlichen dazu, alte Rivalitäten zu begraben und endlich eine Karte für ganz Vorarlberg anzubieten. Und dies mit fairen Preisen für die Einheimischen! Es wird auf Dauer nämlich nicht gut gehen, wenn nur mehr Ausländer auf unseren Kunstschneepisten herumkurven und unsere Berge bewandern. Und bitte nicht mit EU-Argumenten kommen, denn in anderen Bundesländern gibt es noch richtige Rabatte für die Einheimischen. Und eigenartig, ich fahre als Vorarlberger im Tirol in manchen Skigebieten zu Supersonderpreisen. Also bitte, schnell das EU-Argument vergessen, ansonsten fällt mir nur mehr das Wort Angsthasen ein, oder vielleicht besser Geldgierige?! Und noch was Positives zum Schluss: Der Arlberg lässt den Einheimischen mit Vergünstigungen noch gelten! Also wer hat Angst vorm Schwarzen Mann, äh EU?

Herbert Burtscher, Bregenz