Keine Lösung

Leserbriefe / 08.07.2019 • 18:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

für Lkw-Staus

In unserem Nachbarland Schweiz haben Verkehrspolitiker Maßnahmen ergriffen, den Lkw-Verkehr zu vermindern; in Tirol ist man dabei, die Bevölkerung vor Auswüchsen ständig wachsenden Verkehrs zu schützen. Anders der interessante Ansatz, den die Vorarlberger Politik seit vielen Jahren beim Transit durch Vorarlberg in die Schweiz und Liechtenstein verfolgt. Man leitet den Schwerlastverkehr von der Autobahn herunter in die grenznahen Wohngebiete, wo er dann quälend langsam über die Grenze schleicht. So stehen an fast jedem Werktag am Morgen Lkw vor unserer Haustüre in Tisis (wie auch in anderen grenznahen Orten), die Nebenstraßen, Busbuchten und Hauseinfahrten zuparken sowie Lärm und Gestank mit sich bringen. Bei der letzten Verhandlung zum Feldkircher Tunnelprojekt ging es auch um die Frage, ob Maßnahmen gegen Lkw-Staus zeitnah oder erst nach Inbetriebnahme des Tunnels zu tätigen sind. Im Tunnel darf kein Rückstau entstehen. Dabei haben Land und Stadt energisch darauf bestanden, erst nach der Tunnel-Eröffnung, wenn überhaupt, eine Lösung anzubieten, obwohl klar ist, dass während der mindestens zehnjährigen Bauphase das Verkehrschaos und die Belastung der Anwohner durch zusätzlichen Baustellenverkehr und Straßensperren erheblich zunehmen werden. Die grenznah wohnende Bevölkerung würde es der Politik danken, wenn sie ihre Position auch im Lichte der neuen Klimapolitik des Landes überdenken würde.

Johann Feichter, Feldkirch-Tisis