Rheinhochwasser vom 12. 6. 2019

Leserbriefe / 08.07.2019 • 18:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mitte Juni war starkes Regenwetter und Schneeschmelze in den Bergen. Der Rhein trat wieder einmal über die Steinwuhre und das Wasser floss im Rheinvorland gemächlich dem Bodensee entgegen, ohne großen Schaden anzurichten. Nach ein paar Tagen war alles wieder fast wie vorher, nur waren wieder einige 1000 m3 mehr Sand im Vorland, und unterhalb Lustenau auf österreichischer Seite war das Wuhr durchbrochen. Das hätte nicht passieren dürfen.

Warum ist es so weit gekommen? Ist fehlender Unterhalt oder vernachlässigte Pflege schuld am Wuhrbruch? Warum wurde auf der Landseite so viel Material ausgebaggert, warum werden die Wuhre nicht rigoros von Bewuchs freigehalten? Was wäre, wenn Rhesi gebaut ist und das Gleiche passieren würde? Weiter außen wäre dann kein Schutzdamm mehr! Auch muss das Rheinvorland bis auf das ursprüngliche Niveau abgesenkt werden, die Wuhre müssen von Bewuchs freigehalten werden, damit in Zukunft genügend Platz für Hochwasser ist. Mit dem Rhein dürfen keine Experimente gemacht werden wie im Sandkasten, frühere Überschwemmungen haben gezeigt, was für Katastrophen daraus entstehen können. Wenn wir Mensch und Natur schützen wollen, muss der Rhein kanalisiert bleiben.

Peter Kuster, Kantonsrat,

Diepoldsau (CH)