Aus Sicht der ÖBB

09.07.2019 • 16:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Aus Sicht der ÖBB hingegen sei der Hausbahnsteig aus dem Eisenbahnbetrieb heraus nicht notwendig.“ Dieser Satz entblößt das ganze Problem um unsere Bundesbahn. Nicht die Nutzer- bzw. Kund(inn)en stehen im Mittelpunkt, sondern irgendwelche Regeln und Normen der Verwaltung bestimmen und da fährt, im wahrsten Sinne des Wortes, der Zug d´rüber. Hausbahnsteige, also die außen liegenden Bahnsteige, sind aus Sicht der Nut-zer(innen) unbedingt notwendig, denn sie ermöglichen optimal kurze, niveaugleiche und damit bequeme und sichere Zugänge und Umstiege zwischen Bus und Zug, sparen Zeit und damit auch Geld der Fahrgäste und des ÖV. Die Lifte sind oft überfordert und manchmal kaputt. Der Widerstand gegen den zusätzlichen Bau von Rampen, wie sie gleichartig in der Schweiz als barrierefreier Zugang möglich sind, ist unverständlich, denn dadurch werden Radmitnahme und Kinderwagennutzung erschwert – ein Schlag gegen eine nachhaltige zukünftige Mobilitätsentwicklung. Der Einsatz von viel Steuergeld an falscher Stelle sollte offen diskutiert werden können, aber es fehlen die Ansprechpartner für diese notwendige Diskussion und der Wille, berechtigten und leicht machbaren Forderungen der Bahnkunden Folge zu leisten. Wann endet diese erpresserische Art und Weise des selbstherrlichen Umganges mit der zahlenden und betroffenen Bevölkerung? Wie können wir Bahnnutzer(innen) unsere Anliegen durchsetzen?

Mag.arch Wolfgang Juen, Dornbirn