Europapleite

09.07.2019 • 16:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

in Brüssel

Sehr geehrte Frau Gertraud Walch in Rankweil. Mit großer Freude habe ich Ihren Leserbrief in den VN vom 6./7. Juli aufgenommen und danke Ihnen für die klaren Worte. Mit mehr als 50 Prozent Wahlbeteiligung haben die europäischen Wählerinnen und Wähler ein ganz klares Votum zum Ausdruck gebracht. Was sich nun in Brüssel abspielt, ist eine schallende Ohrfeige für uns alle und ein unglaublicher Skandal, der diese Wahl ad absurdum führt. Das Gemauschel um die Präsidentschaft ist unerträglich und empörend. Ein derartiges Vorgehen ist auf das Schärfste zurückzuweisen, denn die nunmehr protegierte von der Leyen ist in den Wahlunterlagen nicht einmal aufgeschienen. Nahezu jeder, der ihre Laufbahn verfolgt hat, weiß, dass sie für diesen Job in keiner Weise qualifiziert ist. Da helfen auch keine Lobgesänge eines Karas und schon gar nicht eines Herrn Kurz. Mit einem solchen Vorgehen stellt Brüssel den europäischen Gedanken der Zusammengehörigkeit in einer geschmacklosen Weise infrage. Mit einer anständigen Politik hat ein derartiger Umgang mit Wahlergebnissen nichts zu tun. Die Hoffnung auf eine korrekte und saubere Politik in Brüssel müssen wir wohl begraben. Das ist keine EU nach unseren Vorstellungen!

Ing. Gerhard Miltner, Bregenz