Der tote Winkel im Straßenverkehr

Leserbriefe / 10.07.2019 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Angesichts der vielen tödlichen Unfälle in der Vergangenheit beschäftigt mich dieses Thema mehr als sonst eines. Ich legte im Arbeitsleben und privat etwas mehr als 700.000 km zurück – und erlebte da Dinge, die Bände füllen würden. Ich denke an einen besseren Schutz für Fußgänger und Radfahrer bei Kreuzungen. Derzeit ist es in der StVO so, dass bei Grünphasen für Fußgänger auch Links- und Rechtsabbieger gleichzeitig die Straße überqueren, wobei die Fußgänger und Radfahrer immer am meisten gefährdet sind, auch wenn es die sogenannte Schutzphase gibt, damit kein wartendes Fahrzeug zu früh losfährt. Ich würde anregen, dass es für die Fußgänger und Radler eine eigene Grünphase geben soll, nämlich alle Fahrzeuge geradeaus – links und rechts (und tangential links), solange die Ampel Grün zeigt, dann zuletzt die Fußgänger und Radler, ohne Konfrontation mit abbiegenden Fahrzeugen am Zebrastreifen. Dann müssen die Autofahrer und vor allem die Lkw-Fahrer nicht mehr so höllisch aufpassen, dass sich niemand im toten Winkel befindet. Die Kosten für die Nachrüstung an den Lkw könnte man sich sparen, dieses Geld wäre in einer vernünftigeren Verkehrsplanung besser angelegt. Und ich wage mit Sicherheit zu behaupten, dass dann auch weniger tödliche Unfälle passieren. Jeder Tote ist einer zu viel!

Sabine Windberger, Bregenz