Hochwasser­regulierung

Leserbriefe / 11.07.2019 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Wasserstandregulierung des Bodensees ist bis dato gar nicht möglich. Bei extremen Niederschlägen, verbunden auch mit Schneeschmelze, lassen die in den See mündenden Flüsse dessen Pegelstand rasch ansteigen. Ab einem gewissen Hochstand des Sees kommt es dann aber zum Rückstau der zufließenden Gewässer. Davon ist in erster Linie der Rhein betroffen, dessen Abflussgeschwindigkeit bei der Vorstreckung derart gebremst wird, dass es wohl oder übel zu Überflutungen im ganzen Rheintal kommt. Der Auslauf des Bodensees könnte durch die heute im Fluss und Wasserbau angewendete Verschluss- und Absenktechnik derart reguliert werden, dass die Überflussmenge bei Bedarf kontinuierlich mit dem Zufluss abgestimmt wird. Dadurch kann jeglicher Rückstau vermieden werden. Überflutungen sind nicht mehr zu befürchten. Bei Trockenperioden werden die Schleusen wieder geschlossen, damit die Schifffahrt nicht gefährdet ist und der dafür nötige Wasserstand gehalten werden kann. Mit dieser im Sinne der Hochwassersicherheit am Rhein und Bodensee absolut zielführenden Maßnahme treffen wir drei Fliegen auf einen Streich: Die Überflutungen am Rhein sind gebannt. Die bei hohem Wasserstand des Bodensees geplagten Anwohner könnten wieder ruhig schlafen. Die Fußacher gelangen wieder trockenen Fußes zu ihren Bootshäusern. Die Bregenzer könnten ihre
vier Hochwasser-Rückstaupumpen wieder abmontieren.

Werner Perfler, Koblach