Die Mellauer
Holzbarone

12.07.2019 • 18:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit Längerem besteht in Mellau eine Arbeitsgruppe Mellental. Unter großem Engagement und Zeitaufwand wird versucht, eine gemeinsame Lösung für die Wald-Wild-Problematik im Ort zu finden. Deshalb bin ich sehr erstaunt über die mediale Berichterstattung zu diesem Thema, in Gang gesetzt einmal mehr vom Waldverein. Wie es dieser vom Steuerzahler mitfinanzierte Verein, dessen neueste Forderung ein Tötungsgatter für Wildtiere ist, in den Kreis der Naturschutzvereine geschafft hat, bleibt ohnehin ein Rätsel. Nach meinen Erfahrungen ist es nichts anderes als ein Alibi-Verein vor allem für die großen Waldbesitzer, um ihre wirtschaftlichen Interessen auf Kosten des Steuerzahlers durchzusetzen, unterstützt stets von höchster Stelle der Agrarbehörde. Mittlerweile frage ich mich ohnehin, ob die Hauptaufgabe unseres Bezirksförsters darin besteht, in den Dörfern Zwietracht zu säen. Was mich am meisten ärgert, ist, dass die Leute von besagtem Verein immer als Vertreter aller Waldbesitzer auftreten, obwohl ein großer Teil der Waldbesitzer sehr wohl um eine Lösung bemüht ist, bei der auch das Wild als Teil unserer Natur angesehen wird. Ich will keinesfalls vorhandene Wildschäden verharmlosen, aber wenn auf Steuerzahlers Kosten die größten Waldschneisen für Forstwege in unzugängliche Naturgebiete geschlagen werden, Hunderte Bäume gefällt werden, wo bleibt da der Aufschrei?

Albert Hager, Waldbesitzer, Mellau