Gehört Vorarlberg

Leserbriefe / 12.07.2019 • 20:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

zu Österreich?

Wenn ja, warum wurde die Bahn von Vorarlberg nach Wien nicht durchgehend zweigleisig und möglichst weitgehend als Hochgeschwindigkeits-Strecke ausgebaut? Noch immer sind drei Abschnitte eingleisig und die Züge müssen aufeinander warten. Es wird höchste Zeit, eine Prioritätenliste bei der Weichenstellung für die Mobilität der Zukunft zu erstellen, sonst wird das nichts mit dem massiven Rückgang des Autoverkehrs bis 2030. Und man muss über die Landesgrenzen hinausdenken.

Übrigens: Der Flugverkehr nach Wien wäre bei einem Ausbau der Bahn auch überflüssig. Statt dafür 284 Millionen Euro für die Verlängerung der Montafonerbahn und Unterstützung des Bundes zu fordern, sollte zuerst die West-Ost-Achse auf Stand gebracht werden. 2018 hieß es noch, dass die Grünen auf jeden Fall den Ausbau der Arlbergstrecke fordern, und die ÖVP bekannte sich auch dazu. Nicht zuletzt deshalb, weil die Neos die absurde Forderung stellten, statt Millionen in die Arlbergstrecke zu stecken, solle man über München fahren. Wenigstens spielt das Elektroauto beim Zukunftskonzept keine Rolle. Das ist folgerichtig, denn man will ja den Autoverkehr massiv reduzieren. Zudem ist es umweltfreundlich, denn für die jetzigen Batterien wird die Umwelt in einem schlimmen Ausmaß zusätzlich in mehreren Ländern zerstört. Von der Abhängigkeit von China ganz zu schweigen.

Manfred Peter, Feldkirch