„Schädlingsbekämpfung“ auf Mellauer Art

Leserbriefe / 17.07.2019 • 16:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, wie eine Gruppe von Waldbesitzern mit tatkräftiger Unterstützung des Waldvereines und eines Forstbeamten der Bezirkshauptmannschaft Bregenz so tut, als ob ihnen das Mellental und die anderen Mellauer Jagdgebiete alleine gehören.

Mit der Forderung nach immer höheren Abschussquoten und Auflösung von Winterfütterungen wird das heimische Wild anscheinend nur noch als unnützer Schädling gesehen, der mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Unabhängige Gutachten von anerkannten Experten, die den Waldbestand nicht als Weltuntergangsszenario beschreiben, werden einfach ignoriert. Mit der Forderung eines Tötungsgatters im Mellental ist aber das Maß des Erträglichen endgültig überschritten. Unsere heimischen Wildtiere haben in Zukunft also die Wahl, im Winter zu verhungern oder in einem Gatter eingesperrt und niedergeschossen zu werden. Als Hotelier habe ich unsere Gäste bisher immer noch mit Stolz auf die Schönheiten unserer Region, speziell des Mellentales hingewiesen. Zu dieser wunderbaren Natur gehört aber nicht nur die schöne Landschaft, sondern genauso unsere heimischen Wildtiere. Ein respektvoller Umgang mit dieser Natur sollte für uns alle selbstverständlich sein, besonders für eine Naturschutzorganisation, wie der Waldverein vorgibt zu sein!

Heinz Gorbach, Hotelier und
Waldbesitzer, Mellau