Die eigentliche
Ursache

01.08.2019 • 15:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auf einer kleinen Insel im Pazifik werden die Bewohner darauf eingestellt, dass ihre Heimat in absehbarer Zeit unter dem steigenden Meeresspiegel verschwunden sein wird. Warum? Weil die Pole in gewaltigem Ausmaß schmelzen. Und sie werden – so können wir annehmen – in den nächsten 50 bis 100 Jahren weiterschmelzen, und zwar ohne sich im Geringsten darum zu kümmern, wie viel gut meinende Klimaschützer (bis Klimafundis) in Österreich weniger Fleisch essen, auf Flüge verzichten, kleinere Autos kaufen und Biolandwirtschaft betreiben. Wobei ich persönlich erst dann meinen Fleischkonsum einschränke, wenn ich garantiert weiß, dass 90 Prozent dasselbe tun und das auch nützt. So blickt alles wie gebannt auf die CO2-Prozente und was man alles dagegen tun müsste. Aber die eigentlichen Ursachen der Klimakrise liegen tiefer, nämlich in einer Welt der Konkurrenz, des Prestiges und des Habens. Deshalb ist es wie bei einem Schwerkranken: Es genügt auch hier nicht, nur die Symptome zu bekämpfen, wenn die Seele krank ist. Vielleicht würde eine herzliche Erwärmung des kälter gewordenen zwischenmenschlichen Lebens die tieferen Ursachen der Erderwärmung indirekt aufheben helfen. Wobei es zuletzt nicht auf das Heil der Erde ankommt, sondern auf das Heil der Menschen. Übrigens: Greta Thunbergs Segelschiffahrt beeindruckt mich überhaupt nicht.

Pfr. Peter Mathei, Alberschwende