Schredderskandal

01.08.2019 • 15:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Nachrichten der letzten Tage sind anscheinend ein Sittenbild der bisherigen Gepflogenheiten der Parteien bei Amtsübergaben etc. Man glaubt sich dabei in eine Bananenrepublik oder einen Operettenstaat versetzt. Die Minister, Abgeordneten und Büromitarbeiter sollten sich an Folgendes erinnern: Sie alle werden vom Staat (von uns Steuerzahlern) bezahlt, Büroräume und Computer etc. werden von uns für ehrliche Sacharbeit bereitgestellt. Wenn über diesen Grundsatz Einigkeit besteht, erübrigt sich auch jedes „Schreddern“. Stattdessen muss absolute Transparenz über die Arbeit gewährleistet werden und bei Übergaben eine 100%ige Datenübergabe sichergestellt werden. Bei korrekter Arbeit gibt es keinen „Schredder“-Grund. Private Daten oder Parteipläne gehören auf private Handys oder Notebooks und haben auf den zur Verfügung gestellten Arbeitsgeräten nichts verloren. Wenn sich alle Beteiligten an diese strikte Trennung halten, ersparen wir uns in Zukunft peinliche Datenvernichtungen, die nicht unserem erstklassigen internationalen Ansehen entsprechen.

Robert Hofer, Bregenz