Apothekenstreit

04.08.2019 • 15:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es ist eine unglaubliche Anmaßung gegenüber der Bevölkerung, wenn irgendwelche inkompetente Personen darüber befinden, wo eine neue Apotheke eröffnet werden kann. Dies gilt nicht nur für den Fall in Feldkirch-Tosters, sondern auch im Speziellen für Bregenz. Während in der Innenstadt eine Apotheke an der anderen klebt, ist man im Dorf oder Feldmoos weitab „vom Schuss“ und muss einige Kilometer zurücklegen, um zu einer Apotheke zu gelangen. Es wäre hier eine Sache der Logik, bei der Ritterkreuzung direkt neben dem von allen Seiten stark frequentierten Eurospar eine Apotheke einzurichten. Es muss ja nicht unbedingt sein, dass eine Versicherung einen Teil ihrer Lokalität im Erdgeschoß hinter Jalousien versteckt. Der Platz neben der Sparkassenfiliale wäre ideal und würde auch von vielen Vorbeifahrenden gerne genutzt. Aber nein, trotz einer Unterschriftensammlung müssen hier unzählige Bewohner durch die Stadt gondeln, um zu einer Apotheke zu gelangen. Dass wir seit einiger Zeit am Wochenende ohne Apothekendienst in der Landeshauptstadt sind, ist ein zweiter empörender Sachverhalt. Es ist an der Zeit, Kontakt mit Internet-Apotheken aufzunehmen, um diese Zumutung abzuwürgen. Immerhin bekommt man ein Medikament postwendend. Diese Bevormundung ist auch absolut nicht im Sinne des Umweltschutzes!

Ing. Gerhard Miltner, Bregenz