Trump zwingt der Welt seine Ideen auf

Leserbriefe / 05.08.2019 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht „Das endgültige Ende eines Abrüstungsabkommen“ vom 3. 8. 2019:

Es ist mehr als peinlich zu sehen, wie der US-amerikanische Präsident, mit Ausnahme von China, den Rest der Welt am Nasenring durch die weltpolitische Arena zieht und ihm seine Interessen aufzwingt. Trump hat seit seiner Amtseinführung alle gültigen Verträge (Klima- und Handelsabkommen, Atomabkommen mit den Iran, den INF-Vertrag usw.) aufgekündigt und er spielt permanent mit diversen Einfuhrzöllen. Er hat es geschafft, dass die Europäer unter Androhung von Repressalien den Handel mit dem Iran mehr oder weniger eingestellt haben. Mit Drohungen versucht er, die deutsch-russische Nordstream-II-Pipeline zu verhindern, um sein teures Flüssiggas in der EU zu verkaufen. Als Brexit-Befürworter will er die EU schwächen. Er zwingt die Nato-Mitgliedsstaaten zur Aufrüstung. Er hat als oberster Waffenlobbyist mit Saudi-Arabien einen milliardenschweren Waffendeal abgeschlossen und befeuert damit den Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Er macht permanent rassistische und frauenfeindliche Aussagen. Trump zwingt der Welt ungeniert seine Ideen auf, und es gibt keinen Politiker, der ihm die Stirn bietet. Der IFN-Vertrag wurde von Trump gekündigt und die EU-„Bücklinge“ haben sofort Trump beigepflichtet, das Russland dafür verantwortlich sei. In Wahrheit versucht Trump mit der INF-Vertragsauflösung aber China, das sich ganz still und leise zu einer militärischen Weltmacht aufgerüstet hat, auch seine Ideen aufzuzwingen.

Alfred Fuchs, Dornbirn