Die Caritas als ein Bild der römischen Kirche

07.08.2019 • 15:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Da die sogenannt „christlichen“ Kirchen derzeit Jahr für Jahr Mitglieder verlieren, werben sie in den Medien mit Bildern von der Caritas bzw. Misereor. Die Hilfsbereitschaft und Wohltätigkeit sind Eigenschaften, wie sie Jesus im Bild vom „barmherzigen Samariter“ zeichnet. Menschen mit einem guten Charakter handeln – wie Goethe sagt – edel, hilfreich und gut. Als die Aufklärung begann, fand der Mönch Vinzenz von Paul (1581-1660), dass Hilfsbereitschaft organisiert werden sollte; es war die Zeit eines Blaise Pascal, eines Montesquieu, andererseits auch die Zeit des luxuriösen Lebens im französischen Königshaus. In den Dogmen der römischen Kirche findet man nur Härte und Machtstreben. In den Medien unserer Tage hat ein Sprecher der Bruno-Giordano-Stiftung, Ph. Möller, deshalb mit vollem Recht drauf hingewiesen, dass Wohltätigkeit keine katholische Errungenschaft ist. Meistens haben Laien begonnen, jetzt hat die Kirche bewusst Priester eingesetzt – in dezentem blauen Habit, nicht im üblichen Schwarz. Das Angebot an „seelischen und materiellen Hilfen“ ist zahlreich und vielfältig, die wirkliche Armut ist verdeckt durch die Scham, in dieser kalten Leistungsgesellschaft bedürftig zu sein. Die römische Kirche ist eine so große Finanzmacht durch Beteiligungen und Grundbesitz, dass sie die sogenannte „Performance“ pflegen muss.

Josef A. Schmidt, Nenzing