Flüchtlinge
ohne Ende?

08.08.2019 • 16:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eine Verwandte arbeitete früher in London und lernte auf eigene Kosten in ihrer Freizeit die Sprache. Deren Kollegin wurde krank und hatte berechtigte Angst, dass man sie nach Kolumbien zurückschicken würde, falls sie nicht arbeitet. Meine Verwandte sprach daher die Oberin darauf an. Diese antwortete mit einfachen, aber harten Worten: If you don‘t want to work, go home – wenn Sie nicht arbeiten wollen, gehen Sie nach Hause. Worauf diese Kolumbianerin die Zähne zusammenbiss und nach kurzem Krankenstand in der hauseigenen Krankenstation mit der Diagnose Migräne weiterarbeitete – an einem Tag fast blind, am nächsten Tag fast lahm usw., bis sie mit einer Gehirnblutung zusammenbrach und verstarb. Mitleid oder weitere Hilfe welcher Art auch immer gab es nicht. Nach solchen Erfahrungen hinsichtlich unseres Umgangs mit Wirtschaftsflüchtlingen, die mit aller Gewalt und vollem Risiko nach Europa drängen, so großzügig umzugehen, ist nicht ganz einfach. Warum rettet die UNO die Mittelmeerflüchtlinge nicht selbst und transportiert diese zu den Profiteurstaaten, die mit Bodenschätzen, Rohstoffen u.a.m. riesige Gewinne in Afrika machen? Ich denke, wenn die ersten dieser Schiffspassagiere in China oder Russland an Land müssten, würde der Flüchtlingsandrang sicherlich sehr schnell nachlassen und es würden wohl nicht mehr allzu viele nachfolgen wollen.

Kurt Höfferer, Hörbanz