Verdienstpreis
für Verfasser des
Ibiza-Videos

Leserbriefe / 08.08.2019 • 18:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Derzeit wird in allen Medien über mögliche Koalitionen nach der Wahl diskutiert. Dabei wird immer wieder gesagt, dass eine rot-schwarze (oder türkise?) Zusammenarbeit nur Streit und Stillstand bedeutet. Dazu möchte ich sagen: Ja, es wurde gestritten, nämlich für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für soziale Gerechtigkeit. Unter Türkis-Blau brauchte man darüber nicht streiten, da war man sich einig. Da ging es nur um Arbeitgeberrechte, Kürzung von Sozialleistungen und wie man Menschen gegeneinander aufhetzen kann, weil das populär ist und Wählerstimmen bringt. Eigentlich müssten die Verfasser des Ibiza-Videos einen Preis für besondere Verdienst um die Republik Österreich bekommen, anstatt kriminalisiert zu werden. Ich denke, dass die Menschen in unserem schönen Land schon das Recht haben zu erfahren, wie der türkis-blaue Drogen- und Korruptionssumpf funktioniert hat. Ich will wieder eine starke Sozialpartnerschaft, Stärkung der Arbeiterkammer, der Frauenrechte, der Gewerkschaften, der Menschenrechte – und wer, wenn nicht Frau Rendi-Wagner, setzt sich seriös und menschlich, mit Herz und Verstand dafür ein? Für die Rechte von älteren Arbeitnehmern, für die Förderung der Jugend, für leistbares Wohnen, für gute Schulbildung und Kinderbetreuungsplätze, für die Rechte der Frauen am Arbeitsmarkt, für gerechte Löhne. Wenn für diese Themen wieder gekämpft werden soll, dann müssen wir Frau Rendi-Wagner zur Bundeskanzlerin wählen.

Johanna Kinast, Wien