Klimawandel

09.08.2019 • 15:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich nehme Bezug auf den Leserbrief vom 2. August von Pfr. Mathei. In meinen Augen hat er den Ernst der Umweltsituation nicht erkannt. Es geht um den Erhalt der Lebensgrundlage unserer Erde, wenn sich mittlerweile viele Menschen Gedanken machen, wie man die Erderwärmung, die hauptsächlich durch den vermehrten Ausstoß von CO2 verursacht wird, begrenzen kann. Im Artikel stört mich am meisten die Aussage von Pfr. Mathei, dass er erst dann seinen Fleischkonsum reduziert, wenn es 90 Prozent andere auch tun. Mit derselben Argumentation könnte einer sagen, er helfe den Notleidenden erst dann, wenn es 90 Prozent auch tun. Ich meine hingegen, dass wir Christen im Umgang miteinander und mit den Ressourcen der Erde Vorbild sein sollten. Ich fahre aus Überzeugung Fahrrad oder benütze die Öffis; denn ich besitze kein Auto mehr. Ich versuche meinen Fleischkonsum zu reduzieren; es gibt ja viele leckere Gemüse- und Getreidegerichte. Für solche, die sich für die Auswirkungen unseres Konsumverhaltens auf das Weltklima interessieren, empfehle ich die Ausstellung in der inatura „Wir essen die Welt“. Auch die Papstenzyklika „Laudato si“ hat mich in Umweltfragen sehr inspiriert. Ich bin mir bewusst, dass ich die Weltuhr nicht „reparieren“ werde, aber an einem kleinen Schräubchen kann ich drehen.

Pfarrvikar Gerold Reichart, Frastanz