Appell zur Verwendung von heimischem Schwachholz

12.08.2019 • 16:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Viele Waldbesitzer erlebten im heurigen Frühjahr unangenehme Überraschungen, als in ihren Wäldern zahlreiche Bäumchen in „Stangen-Stärke“ vom Schneedruck und Wind zu Boden gedrückt waren. War auch schon die Aufarbeitung eine große Herausforderung, so war die schwierige Möglichkeit der Vermarktung die nächste Herausforderung. Ein Dank hier an Herrn Nenning Peter von der LWK für seinen persönlichen Einsatz! Umso erstaunlicher aber ist es, jetzt zu erfahren, dass die Forst-Dienststellen im Lande zur Erstellung der Wildschadens-Kontrollzäune (die im ganzen Land neu erstellt werden müssen) ausländische Robinien-Zaunpfähle importiert haben. Wo doch diese heimischen Fichtenbäumchen verwendet werden könnten! Dies vielleicht mit dem Hinweis, dass Robinien haltbarer sind! Aber heimische Fichten-Stämmchen wären im Überfluss vorhanden (auch zur Reparatur der Zäune). Im Bezirk Bregenz stehen schon einige dieser Zäune aus Robinien-Pfählen. Hiermit appelliere ich an die Waldvertreter in Politik und Behörden, dafür zu sorgen, dass die weiteren noch zu erstellenden WKS-Zäune aus heimischem Schwachholz (Pfählen) anstelle aus importiertem Robinienholz (das zudem vom Land bezahlt wird) erstellt werden. Eine solche Aktion für heimisches Holz wäre vielleicht ein ebenso wertvoller Dienst am Wald wie eine mediale Berichterstattung über den Wald.

Hugo Waldner, Egg-Großdorf