E-Mobilität

Leserbriefe / 13.08.2019 • 18:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vor Kurzem wurde im ARD eine Dokumentation über die E-Mobilität ausgestrahlt, also über die andere Seite der Mobilität. Die Gewinnung der Rohstoffe in Argentinien erfolgt rücksichtslos in den Gebieten der dortigen indigenen Bevölkerung, die einfach aus ihren angestammten Gebieten vertrieben werden. Durch den Tageabbau sind die Luft sowie das Trinkwasser (für die Gewinnung einer Tonne Lithium sind ca. 2 Millionen Liter Wasser notwendig) derart stark kontaminiert, sodass den Menschen die Lebensgrundlage genommen wird. Der Umgang mit dem dort lebenden Volk kommt einem schleichenden Genozid gleich. Die Vegetation in den Abbaugebieten wird laut den Wissenschaftlern unwiederbringlich zerstört. Etwa 70 Prozent der Batterien werden in China hergestellt. Zur Herstellung einer kWh Speicherleistung sind sechs kWh Energie notwendig, daher wird dort der Bau von Kohlekraftwerken stark forciert. Lt. einer Studie eines renommierten deutschen Forschungsinstitutes verursacht die Herstellung eines E-Mobils den gleichen CO2-Ausstoß wie ein Benzinauto mit einer Kilometerleistung von 150.000 km.

Diese Technik bewirkt daher nicht eine Vermeidung, sondern eine Verlagerung der Emission von uns in andere Erdteile. Es ist daher unbegreiflich, dass die Politiker gerade diese Technik forcieren, die auf Kosten anderer Menschen basiert. Es wäre wünschenswert, wenn andere Medien solche Dokumentationen vermehrt aufgreifen würden.

Robert Bader, Hohenweiler